Metka Zupanič: Re-Destruktion

Vernissage: Freitag, 1. März 2019, um 19:00 Uhr
1. März – 20. März 2019

 

Das Ausstellungsprojekt Re-Destruktion initiierten Überlegungen zum immer wiederkehrenden Militarismus, insbesondere in Gedenken an die beiden großen Kriege, die das vergangene Jahrhundert prägten. Da die Weltmächte unaufhörlich miteinander wetteifern, wer "intelligentere" und stärkere Mordwaffen produzieren wird, erleben wir zur Zeit, trotz der beschwörenden Worte "nie wieder", immer neue Kriegsstrategien. Mittlerweile wurden lokale und regionale Kriege zur Medienkonstante und sorgen neben Wirtschafts- und Umweltproblemen auch in der heutigen Zeit für Beklemmung und Angst. Zupanič greift auf eine Reihe von dokumentarischen Fotografien zurück, nimmt ausgewählte Bilder aus bestehenden Kontexten heraus, verortet sie neu in einer minimalistischen schwarzweißen Welt und fügt sie mit Hilfe der Collage-Technik zu neuen bedeutungsvollen Kompositionen zusammen. Die Ausstellung präsentiert eine Reihe von Collagen, die sich mit alltäglicher Gewalt und zunehmender Militanz der modernen Welt befassen.

Metka Zupanič ist eine etablierte slowenische Künstlerin, die sich vor allem für aktuelle Themen der zeitgenössischen Gesellschaft interessiert. In früheren Projekten beschäftigte sie sich beispielsweise mit Angstgefühlen des Individuums in der heutigen illusorischen Freiheit (Anti – Global?, 2013), mit Geschichten der Arbeitsmigranten (Looking for a Better World, 2015) und Fragen zu allgegenwärtigen Kontrollsystemen (On Your Face, 2016). In den letzten Jahren ist vor allem die wiederkehrende obsessive Militanz (And Here We Are, 2017) Thema ihrer Arbeit.