Paula Muhr, Etat Normal, 2009
Paula Muhr, Etat Normal, 2009

Jenseits von mir. Selbstporträt in der Zeit der Social Media

Eröffnung am 7 Dezember 2018
7. 12. 2018 − 25. 1. 2019

 

Die Ausstellung Jenseits von mir untersucht die Relevanz des Selbstporträts als künstlerisches Motiv im zeitgenössischen Kontext der Social Media, insbesondere im Hinblick auf die Medien Fotografie und Video. In der Fotografie wird das Selbstporträt beispielsweise als selbstreflexives künstlerisches Bekenntnis eingesetzt, durch das KünstlerInnen sich selbst und ihre Beziehung zur Gesellschaft erforschen. Die Fotografie wird aber auch als Medium des Experimentierens, der Transformation und der Manipulation des Selbstbildes genutzt, indem KünstlerInnen nicht nur persönliche, sondern auch gesellschaftlich relevante Themen hinterfragen.

Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler thematisieren in ihren Arbeiten weitgehend die Konsumgesellschaft und die Rolle des/der Einzelnen in ihr. Der ästhetisierte Alltag in Form von "spektakulären Ereignissen", die in allen Bereichen, einschließlich Politik, sozialem Engagement (z. B. Feminismus), Popkultur und Kunst, stattfinden, dient als kreative Inspiration. Indem sie sich in den Vordergrund ihrer Arbeit stellen, schaffen die KünstlerInnen konzeptionelle Projekte, in denen das Hauptmotiv manipuliert und unterschiedlichen Interventionen unterzogen wird. Anstatt in ihrer Arbeit introspektiv zu wirken, enthüllen sie Stereotypen, die sowohl für ihr eigenes Leben als auch für die Gesellschaft insgesamt charakteristisch sind. So präsentieren sich KünstlerInnen durch das Motiv des Selbstporträts als "konstruierte Identitäten", die in verschiedenen Sphären des zeitgenössischen gesellschaftlichen Lebens positioniert sind.

Mitwirkende KünstlerInnen:

Uroš Djurić, G.R.A.M., Dušan Kochol, Paula Muhr, Nika Oblak & Primož Novak, Evelin Stermitz, Tomaž Tomažin

Curators: Dejan Sluga & Metka Zupanič

CURATORIAL TEXT